Nach der Probe

von Ingmar Bergman

«Eine Theatervorstellung entsteht, wenn drei Elemente gegeben sind: das Wort, der Schauspieler, der Zuschauer. Das ist alles, was man braucht, damit das Wunder geschieht.»

Nach einer Probe bleibt Regisseur Henrik Vogler alleine zurück. Unter einem Vorwand taucht seine Hauptdarstellerin auf. Anna setzt sich zu ihm. Mit ihr probt er gerade Strindbergs «Traumspiel». Die Schauspielanfängerin sucht nicht nur das Gespräch, sondern auch die Nähe des Regisseurs. Mit ihren Anspielungen versucht sie sich nicht nur in die künstlerischen Erinnerungen des Meisters einzuschleichen. Sie provoziert ihn, entlockt ihm Geständnisse zu einer längst vergangenen Zeit, als ihre verstorbene Mutter Rakel eine grosse Schauspielerin und der Star in Henrik Voglers Inszenierungen war. Wie in einem Tagtraum taucht Rakel aus dem Nichts auf. Sie war früher Voglers Geliebte und will ihn noch einmal für sich gewinnen.


Ingmar Bergman wirft mit seinem Kammerspiel, das er 1983 selbst verfilmt hat, einen intimen Blick hinter die Kulissen des Theaters. Ein Stück über Schein und Sein, Wahrheit und Lüge, Spiel und Wirklichkeit.