Florentin Groll

Florentin Groll wurde 1945 in Vöcklabruck ge­boren. Nachdem er das Abitur 1965 abgeschlossen hatte, studierte er Theaterwissenschaften und Germanistik. 1968 Studium der Soziologie und Philosophie in Frankfurt, bis heute beeinflusst die «Frankfurter Schule» sein Denken.

Erste Bühnenerfahrungen sammelte er am Ateliertheater am Wiener Naschmarkt. Damals spielte er eine kleine Rolle in der österreichischen Erstaufführung von Brechts «Die Kleinbürgerhoch­zeit». Eine Schauspielschule besuchte Florentin Grolls erstmals als Lehrer, unter anderem war er Lehrbeauftragter am Max Reinhardt Seminar in Wien und an der Schauspielschule in Graz.

Engagements führten ihn u.a. an das Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Stuttgart, Theater Dortmund, das Hamburger Thalia Theater, das Frankfurter Theater am Turm (TAT) und das Schauspielhaus Düsseldorf. Von 1979 bis 2010 war er Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, wo er auch inszenierte. Er arbeitete mit Regisseuren wie George Tabori, Claus Peymann, Martin Kusej, Benjamin Korn, Dimiter Gotscheff, Andrea Breth, Götz Spielmann, Hans Neuenfels und Michael Gruner.
Neben seiner Bühnenarbeit stand er für zahlreiche Film- und Fern­sehproduktionen vor der Kamera, unter anderem in der internationalen Produktion «Die rote Violine». Florentin Groll arbeitet auch als Sprecher für Hörspiele. Am Theater an der Effingerstrasse war er in Kent Harufs «Unsere Seelen bei Nacht» zu sehen.

 

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